Wir sind in 39 Tage auf dem Schiff MS Maasdam der Holland America Linie quer über den Pazifik gefahren – von Sydney nach San Diego.  Unsere Route führte von Syndney in Australien über Tasmanien zunächst rund um Neuseeland. Dann über Tonga, Polynesien nach Hawaii und schließlich weiter nach Kalifornien.  Die Holland America Linie ist eine Reederei mit viel Tradition. Ihre Schiffe sind noch als solche zu erkennen und keine überdimensionierten Partypaläste.

Sydney ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Pazifik Überquerung. Mitten in der Stadt geht man an Bord. Direkt daneben spannt sich die weltberühmte Habour Bridge über den Hafen. Eine halbe Stunde geht es durch die Bucht mit den vielen feinen Vororten, bevor man dann bei Manly das offene Meer erreicht.

Tagelang haben wir nur Wasser gesehen – Zeit für Nachdenken, Selbsterfahrung und Träumen. Es ist eine besondere Erfahrung, den größten Ozean der Welt zu überqueren. Die Dimension des Pazifik ist gewaltig. Das Schiff ist dann ein eigener kleiner Mikrocosmos, auf den man sich verlassen muss. Doch er funktionierte zum Glück hervorragend. Der Käpt’n sollte souverän, vertrauensvoll, kompetent,  distanziert und gleichzeitig sympathisch sein. Er ist der Chef unserer kleinen schwimmenden Stadt. Auch hier haben wir Glück. Käpt’n Juston war gerne unser Boss. Partner sind auf einem Schiff permanent zusammen. Weglaufen – zum Beispiel im Streit –  geht nicht. Dem Wetter ist man ausgeliefert. Einem großen Wirbelsturm wird man kaum ausweichen können. 5000 Meter Wasser unter dem Kiel ist auch seltsam zu wissen.

Traumhafte Inseln wurden angesteuert: Tonga, Bora Bora, Tahiti, Moore und Hawaii. Überall wurden wir von freundlichen Menschen und mit viel Musik empfangen. Die Vegetation ist üppig, farbenfroh und vielfältig. Unsere Passagiere wurden oft mit kleinen Beibooten an Land gebracht. Auch wenn wir fast 1.000 Gäste waren, verliefen sich diese meist schnell in alle Richtungen oder wurden in Bussen auf Sightseeing Touren geschickt. So blieb für uns genügend Auslauf und Freizeit bei den Landgängen.

Doch auch in der Südsee, wie der Pazifik im Süden genannt wird, gibt es Regen. Und die Regenzeit haben wir einige Male erlebt. Hulahula und Haka Haka wurde getanzt und getrommelt. Die Lebensfreude der Inselbewohner drückt sich in melodischen Liedern aus. Und Gastfreundschaft durften wir hautnah erfahren, als wir Hilfe brauchten. In Tahiti hatten wir uns mit dem öffentlichen Bus verfahren. Ein Einheimischer brachte uns zum Schiff zurück.

Einen Tag erlebten wir doppelt. Überquerung der Datumsgrenze. An einem anderen Tag überquerten wir den Äquator. Auch das wurde gefeiert – mit Neptun, dem König der Meere. Einmal mussten wir mit dem Schiff einen halten Tag zurückfahren, weil ein Gast krank geworden war und in Landnähe dann per Helikopter ausgeschifft wurde.

In Hawaii ging es natürlich zum Waikiki Strand. Hier in Honolulu war der letzte Stop im Pazifik. Vor hier aus sind es noch 6 Seetage bis nach Nordamerika.

San Diego ist ein wunderbarer Endpunkt einer Pazifik Überquerung. Mit dem kalifornischen Flair konnten wir die Reise noch ein wenig nachwirken lassen. Weite Strände, viel Sonne, lockeres Leben – so zeigt sich uns die USA von Ihrer besten Seite.

Fazit: eine Pazifik Überquerung mit dem Schiff ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Pazifik Region hat viel zu bieten, auch wenn sie überwiegend von Wasser bedeckt ist. Wir haben Selbsterfahrungen gemacht und traumhafte Inseln besucht – die auch bei Regentagen ihre Faszination nicht verloren haben.

 

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